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Der Wissens- und Technologietransfer ist von besonderer Bedeutung und wird durch die oben genannte Technologietransferstrategie abgedeckt. Damit setzt NRW eine umfassende Offensive für die europäische und internationale Vernetzung sowie den Wissens- und Technologietransfer um, um seine Wissenschafts- und Industriebranchen effizient zu vernetzen. Mit Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) von 12,7 Mrd. EUR im Jahr 2015 entfielen 14,3 % des nationalen Gesamtvolumens auf NRW, was – wenn auch nicht wesentlich – unter dem wirtschaftlichen Gewicht lag (Eurostat, 2019). Dementsprechend bleibt die regionale FuE-Intensität von 1,89 % je BIP unter dem nationalen Durchschnitt (2,82 %). (Eurostat, 2019). Ebenso beläuft sich der Anteil der FuE-Ausgaben des Unternehmenssektors auf 58 % der gesamten regionalen FuE-Ausgaben, deutlich weniger als auf nationaler Ebene (68 %). (Eurostat, 2019). Bemerkenswert ist hingegen der Beitrag des Hochschulsektors zu den gesamten FuE-Ausgaben, wenn auch nicht wesentlich über dem nationalen Niveau (26 % gegenüber 18 %). (Eurostat, 2019). Schließlich betrug der Anteil der staatlichen FuE in NRW rund 16% gegenüber 14% auf nationaler Ebene im Jahr 2015 (Eurostat, 2019). Die Position zu den Forschungs- und Entwicklungsergebnissen für 2017 zeigt, dass in Nordrhein-Westfalen 6.856 Patentanmeldungen eingereicht wurden, was 14,7 % der Anmeldungen in Deutschland entspricht (38 Patentanmeldungen /100.000 Einwohner vs. 56 Patentanmeldungen/ 100.000 Einwohner in Deutschland) (DPMA, 2019).

Auf europäischer Ebene reichte NRW 2012 3.666 Anmeldungen beim EPA ein, 19,8 % der deutschen Anmeldungen (Eurostat, 2019). In Sachen Innovation ist NRW in verschiedenen Branchen stark: Maschinenbau, Metallbau, Metallproduktion und -verarbeitung, Chemie, Gesundheitswesen / Logistik, Banken und Versicherungen, Information und Kommunikation (neue Medien) (Bundesregierung, 2019). Bezogen auf die Beschäftigung entspricht dies 3,6 % bei den Hochtechnologien (verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen insgesamt) (Eurostat, 2019). Im Jahr 2015 beschäftigte NRW 99.536 Vollzeitäquivalente in Forschung und Entwicklung, 15,5 % der deutschen F&E-Beschäftigten (Eurostat, 2019). In Sachen Bildung kann NRW auf ein großes Netzwerk von rund 70 Fachhochschulen zurückgreifen (MKW, 2019). Außerdem haben 31,3 % der 30- bis 34-Jährigen in der Region höhere Bildungsstandards erreicht und liegen damit leicht unter dem nationalen Durchschnitt (34,9 %). (Eurostat, 2019). Was die Forschungsinfrastruktur betrifft, so verfügt NRW über eine der dichtesten Forschungslandschaften Europas. Die Region zählt 14 Cluster, die vom Land gefördert werden (MKW, 2019).